Der Verein Hot Spots startet mit dem Fundraising für ein neues Projekt im Val Bregaglia.
Im Bergell (Graubünden) ist eine ökologisch wertvolle Kulturlandschaft mit hoher Biodiversität erhalten geblieben, die historisch durch extensive Landwirtschaft geprägt wurde. In den letzten Jahrzehnten führte jedoch die Intensivierung der Nutzung im Talboden und die Aufgabe von Berg- und Alplandbewirtschaftung zu einem Verlust wichtiger Lebensräume. Besonders Trockenwiesen und -weiden verbuschen zunehmend. Dadurch gehen wertvolle ökologische Nischen für spezialisierte und teils stark gefährdete Arten verloren wie bspw. Gartenschläfer, Wiedehopf, Aeskulapnatter, Alexisbläuling oder Violetter Feuerfalter.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, lanciert der Verein Hot Spots gemeinsam mit lokalen Partnern ein neues Projekt. An neun Standorten im Bergell werden durch gezielte Massnahmen wertvolle Lebensräume wiederhergestellt und somit seltene Arten gefördert: Trockenwiesen und -weiden werden wieder extensiv bewirtschaftet und langfristig offen gehalten, Kastanienselven revitalisiert und wieder genutzt. Zudem werden verbuschte Flächen unter anderem durch Beweidung geöffnet und künftig offen gehalten. Ebenfalls werden historische Viehwege und Trockenmauern saniert.
